09.09.2010

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Letzte Änderung: 06.07.2009
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Governance für Nachhaltige Entwicklung

Innovationen zur Umsetzung der Österreichischen Nachhaltigkeitsstrategie

Wir haben uns entschieden

Was spricht mehr für die nachhaltige Entwicklung und für die notwendigen Umsetzungsprojekte als der Umstand, dass wir uns gemeinsam dafür entschieden haben? Aus der Sicht der Steigerungslogik, und die ist unsere (be)herrschende Logik, sind Projekte zur Nachhaltigkeit Luxus, die Softies unter den Projekten, und umfassen alle jene Aktivitäten, die schwer oder gar nicht messbar sind und einen großen Anteil an subjektiven Elementen enthalten. Diese Sicht der Dinge ist verständlich, denn mit der Nachhaltigkeit hat eine neue Form der Subjektivität Einzug in unsere lineare Welt der Steigerung gehalten. Als solches wird Nachhaltigkeit und all seine Aktivitäten als irritierend erlebt.

Die Anschlussfähigkeit der nachhaltigen Gedankenwelt in der Welt der Steigerung ist gering, da ihr eine neue duale Logik zugrunde liegt, die Steigerung nicht mehr zum allein stehenden Credo macht, sondern im "Auskommen in vorhandenen Möglichkeitsräumen" eine weitere Säule sieht - gesellschaftlich und wirtschaftlich. Die Welt der Nachhaltigkeit ist dual, Bereiche der "Steigerung" existieren in friedlicher Koexistenz mit Bereichen der "Ankunft".

Um in eine solche Welt eintreten zu dürfen, braucht es zunächst neue Wertesysteme, die Nachhaltigkeit ganzheitlich abbilden. Es ist die Frage zu klären, was in einer nachhaltigen Gesellschaft von wert ist. Diese Werte gehen über die ökonomischen Werte hinaus. Diese Wertesysteme müssen gemeinsam, in einem partizipativen Prozess, entwickelt werden. Sie bilden die Basis für die Nachhaltigkeitsstrategie. Dafür haben wir uns entschieden.